.

Projekt - Ausbau der Strecke Leipzig-Gera-Saalfeld Diesen Text vorlesen lassen

Autor: Support 10.11.2017

Ausbau der Strecke Leipzig-Gera-Saalfeld

Die Strecke Leipzig-Gera-Saalfeld, auch die obere Bahn genannt, verbindet Saalfeld, die Orlasenke und ab Gera das Elstertal mit der Stadt Leipzig, es sind über 210.000 Einwohner angebunden. Sie ist eine Achse, die die südwestliche Metropolregion Mitteldeutschland miteinander verbindet. Derzeit ist die Strecke, im Kursbuch Nummer 550 Leipzig-Gera und Nummer 555 Gera-Saalfeld im Dieselbetrieb genutzt. Es verkehren hier stündlich Züge der Erfurter Bahn, die nördlich von Gera stündlich die Stationen bedienen. Südlich von Gera wird in den kleineren Stationen nur 2-stündlich gehalten, die Expresszüge der Bahn fahren hier durch.

Dieses von Thüringen bestellte Angebot ist leider unzureichend. Weiterhin ist auch die Strecke in einem baulich schlechten Zustand, es gibt mehrere Langsamfahrstellen und marode Bahnhöfe.

Die dadurch resultierenden Fahrgeschwindigkeiten betragen 66km/h bei Zügen der Bahn und 69km/h bei den Expresszügen. Diese sind mit ihren Fahrzeiten von über einer Stunde zwischen Leipzig, Gera und Saalfeld für einen Taktverkehr ungeeignet und machen einen Ausbau erforderlich.
Die entstehenden neuen Fahrzeiten machen die Strecke attraktiver und können so wieder mehr Kunden gewinnen ? eine Einbindung nach Leipzig ins Mitteldeutsche Stadtschnellbahnnetz und eine Express-Verkehr Leipzig-Gera ist sinnvoll und kundenorientiert:

- durch die RE-Beschleunigung rücken Leipzig, Zeitz, Gera und das Orlatal näher aneinander

- es entstehen ITF-Knoten, die weitere Anschlüsse an Bahn und Busverkehr ermöglichen

- Leipzig wird als mitteldeutsche Metropole direkt oder bahnsteiggleichen Umstieg bis zum Markt

angefahren

- der Bahnverkehr zu den Städten Gera und Zeitz wird wieder aufgewertet
- in Saalfeld gibt es den direkten Anschluss zum Fernverkehr nach Nürnberg

Ausbau

Die Strecke von Leipzig-Plagwitz bis Saalfeld (129km) wird elektrifiziert und weitgehend auf eine Geschwindigkeit von 160km/h ertüchtigt, mit Ausnahmen der Streckenabschnitte Haynsburg-Wetterzeube, Röppisch-Niederpöllnitz und Neunhofen-Oppurg aufgrund der engen Kurven.

Reaktivierungen

Die Erhöhung der Geschwindigkeit erlaubt zusätzliche, teilweise aufgegebene Halte um Fahrzeit zu sparen, für die Stadtschnellbahn vor allem im Raum Leipzig-Zeitz. Diese sind: Kleinzschocher (ehemals Schwarztestraße), Knautnaundorf, Reuden, Bornitz und Haynsburg. Hierbei sollen vor allem die Leipzig-Pendler wieder auf die Schiene 'gebracht' werden

Neue Stationen

Um weitere Orte zu erschließen, sind einige neue Stationen vorgesehen:

- Caaschwitz, einer Ortschaft mit über 600 Einwohnern

- Gera Nord, Wohn- und Gewerbegebiet im Bereich der IHK

- Pößneck Ost, Wohn- und Gewerbegebiet sowie der Ortschaft Bodelwitz

- Rockendorf, einer Ortschaft mit über 600 Einwohnern

mögliche Stationsumbauten

Ein Umverlegung eines Bahnhofes oder Bahnsteiges kann weitere Fahrgäste gewinnen, wenn er näher am Zentrum liegt oder die vor allem im Bereich Saale-Orla vernachlässigten Verknüpfungen zum Busverkehr herstellt, hierbei sollten folgende Stationen geprüft werden: Triptis, Neustadt an der Orla und Oppurg.

Ziel

Der Ausbau der Strecke Leipzig-Gera-Saalfeld soll neue Impulse schaffen, die dort verkehrenden Bahnen öfter zu nutzen und den südwestlichen Teil der Metropolregion Mitteldeutschland schnell und intelligent miteinander verbinden. Hierbei fungiert die Stadtschnellbahn als zügiges Verkehrsmittel, um die Leipziger Innenstadt, den Flughafen und natürlich den Bahnhof mit seinen weiteren Anschlüssen an den ostthüringer Raum anzubinden.

Das hervorgehobene Angebot ist die Express-Stadtschnellbahn, die besonders schnelle Verbindungen zwischen Leipzig, Zeitz und Gera herstellt und weiter bis nach Saalfeld führt.

Knoten

Durch die angepasste Geschwindigkeit und die Stationsfolge werden neue Knoten geschaffen, in denen weitere gute Anschlüsse und Zubringer geplant werden können :

Leipzig-Plagwitz     ÖPNV-Knoten, Abzweig der S1 nach Miltitzer Allee,

                                  mögliche Reaktivierung und Neubau entlang der Fernwärmeleitung nach

                                  Leipzig-Stötteritz und Liniendurchbindung der S2 Bitterfeld-Connewitz-          Plagwitz(-Miltitzer Allee)

Zeitz                          ÖPNV-Knoten

                                  RB nach Weißenfels,

                                  mögliche Reaktivierungen nach Naumburg und Altenburg

Gera Hbf                  ÖPNV-Knoten

                                  Vollknoten in alle Richtungen

Oppurg                     Halbknoten mit möglicher Reaktivierung der Orlabahn nach Jena

                                  Übergang zu regionalen Buslinien (Ziegenrück-Schleiz?)

Saalfeld                   ÖPNV-Knoten

                                  Vollknoten in alle Richtungen möglich

                                  Reaktivierung nach Neuhaus oder Sonneberg (mit der Linie Erfurt-Saalfeld)

Angebot

Option 1 S1x Stötteritz-Citytunnel-Gera-Saalfeld und zurück

Diese stündliche Verbindung hat in Leipzig Anschluss von / an den ICE Richtung Berlin-Hamburg. Die kürzere Fahrzeit zwischen Gera und Saalfeld erlaubt eine Anbindung an in der Bahnoffensive genannte neue IC-Linie Leipzig-Jena-Nürnberg. Durch die Beschleunigung im Abschnitt Gera-Leipzig rücken Gera, Zeitz und alle Stationen im Orlatal um 30min an die sächsische Metropole heran. Die S1x ist das hervorgehobene Angebot zwischen Gera-Leipzig und unterstreicht damit die Zugehörigkeit Geras an die mitteldeutsche Metropolregion. Die Züge sind dem Standard der S-Bahn Mitteldeutschland angepasst.

oder

Option 2 SE Leipzig Hbf-Gera-Saalfeld

Diese Linie entspricht im Abschnitt Saalfeld ? Leipzig-Plagwitz dem Angebot der Linie S1x, verkehrt aber ab Leipzig-Plagwitz weiter beschleunigt bis zum Hauptbahnhof. Ein kurzer bahnsteiggleicher Übergang zur S1 ist in Leipzig-Plagwitz möglich und ermöglicht so eine Fahrt in die Leipziger Innenstadt. Hier wird die verkürzte Fahrzeit Gera-Plagwitz bis zum Hbf weitergetragen, es entstehen aber zusätzliche Fahrten zwischen Plagwitz und Hbf (Kosten-Nutzen-Analyse). Die Züge sind dem Standard der S-Bahn Mitteldeutschland angepasst.

S 1 Stötteritz-Citytunnel-Grünau/-Zeitz-Gera und zurück

Die Stadtschnellbahn S1 verkehrt von Stötteritz durch den Citytunnel und über den Hbf bis Plagwitz in Doppeltraktion und wird dort in Richtung Grünau und Zeitz geteilt, bzw. aus der Gegenrichtung miteinander verbunden. Die Züge stündlich bis Gera und stellen das Grundangebot der Strecke dar und sind dem Standard der S-Bahn Mitteldeutschland angepasst.

Option 1: Verbinden und Flügeln von S1 und S1x in Leipzig-Plagwitz

neue S1 a

Option 2: Verbinden und Flügeln der S1 und Beschleunigung SE bis Leipzig Hbf

neue S1 b

 

Dieser Artikel wurde bereits 72 mal angesehen.

Powered by Papoo 2016
6372 Besucher