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Mai 10, 2014

unser Artikel in der LVZ


Nach dem Willen der Thüringer Bahn-Initiative soll die ehemalige Bahnstrecke Leipzig-Gaschwitz-Zwenkau-Groitzsch mit Weiterführung nach Meuselwitz und Zeitz wiederbelebt werden.
Kategorie: General
Erstellt von: support

Nach dem Willen der Thüringer Bahn-Initiative soll die ehemalige Bahnstrecke Leipzig-Gaschwitz-Zwenkau-Groitzsch mit Weiterführung nach Meuselwitz und Zeitz wiederbelebt werden.

Das machten die beiden führenden Köpfe der Initiative, Daniel
und Ronny Würfel, gegenüber der LVZ deutlich.

Die Strecke sei eine der ersten in Sachsen gewesen, die einer Stilllegungswelle Mitte der 1990er Jahre zum Opfer fiel.

Eine Ursache war, dass die Anschlüsse zu den Hauptbahnen ungünstig lagen.

Zudem hatten schwere Kohlezüge den Gleisen zugesetzt, so dass eine Bahnfahrt in Verbindung mit den gestiegenen Fahrpreisen
zu unattraktiv wurde.

Vor allem fehlten der Bahn in den letzten Jahren ihres Bestehens die Pendler zu ihren Arbeitsstätten, denn die umliegende Industrie
befand sich gerade in Abwicklung.

Der Bahnhof Groitzsch war einmal das Zentrum dieser Strecke, ein Eisenbahnknoten.

Hier zweigte die Linie nach Zwenkau ab, wo die Kohlezüge beladen
wurden. Sie ist ein Rudiment der Strecke Gaschwitz-Groitzsch-Meuselwitz, die durch die Tagebauerweiterungen stillgelegt
werden musste. Mit der Einstellung des Personenverkehrs kam auch bald die Einstellung des Güterverkehrs, erinnert Ronny Würfel.

Die Mibrag hatte die Kohleförderung auf den benachbarten Tagebau Profen verlegt und damit waren auch die Kohlezüge hier Geschichte.

Nun sei die Zeit reif, die beliebte Bahnstrecke zu reaktivieren, da sie im Plan des Sächsischen Schienen-Personen-Nahverkehrs schon als Musterstrecke ausgewiesen war. Um ihrer Forderung
Nachdruck zu verleihen, verfasste die Bahn-Initiative, die ihren Sitz in Hannover hat, Petitionsschreiben an die Landtage in Dresden (Sachsen), Erfurt (Thüringen) und Magdeburg (Sachsen-
Anhalt). Antworten stehen noch aus, so
Würfel zu unserer Zeitung. Die Bearbeitungszeit
dauere bis zu sechs Monate.

Mit einer Wiederbelebung der Bahnstrecke verbindet die Bürgerinitiative, die vor allem im Internet und sozialen Netzwerken
aktiv ist und auf Missverhältnisse im Öffentlichen Personennahverkehr aufmerksam macht, eine Reihe von Vorteilen.

Dazu gehöre ein Wegfall der reichlich 20 Kilometer langen Strecke von Elstertrebnitz bis Plagwitz beziehungsweise die Reduzierung auf ein Güteranschlussgleis.

Von Vorteil wäre ferner die schnellere, da direkte Verbindung Gera-Leipzig – ohne den Bogen über den Leipziger Norden.

Aufgrund der Verknüpfung mit anderen Linien können Wagen und Material eingespart werden.

Die 9000-Einwohner-Stadt Zwenkau werde an das Bahnnetz angebunden und der Bahnhof Pegau-Ost erreiche neben Pegau auch wieder Groitzsch.

Nachteile sieht die Initiative nicht.

„Wir möchten den Menschen verstärkt wieder den Zugverkehr
schmackhaft machen“, nennt Ronny Würfel einen Hauptgrund.
Mittlerweile erlebe die Region um Zwenkau und Groitzsch eine ungeahnte touristische Aufwertung.

Menschen ziehen verstärkt ins Leipziger Neuseenland, viele Heimkehrer entdecken ihre alte Heimat neu. „Wenn die Entwicklung so weitergeht, können die Städte bald anbauen“,
findet die Thüringer Bahn-Initiative.

Aus diesem Grund werde es immer wichtiger, den Nahverkehr auszubauen und die Bahnstrecke Leipzig-Gaschwitz- Zwenkau-Groitzsch zu reaktivieren.

Quelle by LVZ Borna ( Geschrieben von Frau Haase)